Gemeinde Stoltebüll
Kreis Schleswig Flensburg
Quellen:
Zur Geschichte von Stoltebüll (Gulde, Schörderup, Vogelsang, Wittkiel)
Die Gemeinde Stoltebüll liegt im östlichen Teil von Angeln, dem Land zwischen der Flensburger Förde und der Schlei im heutigen Kreis Schleswig - Flensburg.
Die Landschaft Angeln war in prähistorischer Zeit besiedelt; viele Funde belegen dies. Der germanische Stamm der Angeln gab der Landschaft seinen Namen. Zur Zeit der Völkerwanderung verließ ein Großteil der Angeln das Land und siedelte sich in Britannien an. Um 550 n. Chr. war Angeln unbewohnt. Nach 600 siedelten sich Jüten und Dänen an , was heute noch an den Ortsnamen in Angeln und im übrigen Schleswig deutlich wird; so enden viele Ortsnamen auf -by und -rup (s. Schörderup, dänisch Skørdrup), was übersetzt 'Dorf' bzw. 'Siedlung' heißt. (Wittkiel leitet sich ab vom dänischen Hvidkilde, d.h weiße Quelle. Die Endung -büll, dänisch - bøl, bezeichnet einen Hof von der Größe, die notwendig ist, um eine freie Bauernfamilie zu unterhalten)
Erste urkundliche Erwähnung findet Stoltebüll, gemeinsam mit Schörderup und Gulde,im Jahre 1394 als Hochzeitsgeschenk für den Gutsherrn von Rundhof. €žIm Jahre 1397 verkaufte J. v. Thienen an Erich Krummendiek auf Rundhof, Schördorp, Schördorpmühle, Stoltebüll, Vogelsang und alles was zu Schördorp-Lehn lag, und 1409 wurde Schördorp, Stoltebüll, Vogelsang und einige Dörfer im Kirchspiel Gelting an das Domcapitel zu Schleswig verpfändet, von welchem der Herzog Adolph sie 1438 wieder einlösete.€œ, beschreibt J.v. Schröder in seiner Topographie.
Und so beschreibt er Stoltebüll:
€žDorf an einer Aue, 1/2 Meile nordwestlich von Cappeln, im Gute Rundhof, Cappelerharde, Kirchspiel Töstrup, enthält 6 Halbhufen, 3 Kathen, welche letztere Kopperholz, Damm und Markskiel heißen, und ein herrschaftliches Armenhaus. Außerdem gehören noch zum Dorfe 5 Kathen Stoltebüllheck (Drülltheck) und 6 kleine Parcelenstellen, welche 1807 erbaut sind, Sönderskov genannt; östlich 2 Kathen Rosenthal und Hestlück, nordwestlich 2 bedeutende Parcelenstellen, wovon die eine Dammstedtfeld heißt, nördlich 3 Kathen Stoltebüllholz, 2 Kathen Schaulück und Vorskov, 1 Freistelle Kappelloch, das Commüne-Armenhaus Sorgenfrei und endlich Hausstellen, die 1810 erbaut sind und Stoltebüller-Lücken genannt werden. Areal der ganzen Dorfschaft: 818 Heidtscheffel (417 Steuertonnen). Der Boden ist durchgängig schwerer Lehm; eine große Wiese heißt Graukjär. Mehrere alte Grabhügel sind im Laufe der Zeit abgetragen.€œ
Über Schörderup:
€žDorf 1 Meile nordwestlich von Cappeln, im Gute Rundhof, Cappelerharde, Kirchspiel Töstrup; enthält 3 Dreiviertelhufen, 5 Halbhufen und 4 Kathen, von denen eine Halbhufe Blasberg und 1 Kathe Schörderupfeld genannt werden. Schuldistrict Gulde. (...) Areal mit 3 Kathen bei Stangheck: 696 Heidtscheffel
(375 Steuertonnen). Der Boden ist lehmigt und fruchtbar.
Die Kirche St. Johannis, zu deren Kirchspiel Stoltebüll gehört, wird 1305 erstmalig urkundlich erwähnt. Vermutlich ist sie Anfang des 13. Jhd. als romanische Feldsteinkirche erbaut; 1788 - 92 erweitert auf die heutige Größe.
Die erste Schule wurde 1680 in Kappelloch (heute Vogelsangfeld) eingerichtet, um ca. 1800 eine weitere auf Levshöh.
Gemeinde Stoltebüll
Dr. Claus Messer
Vogelsang 7
D - 24409 Stoltebüll
Telefon
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E-Mail
buergermeister@stoltebuell.de
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